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New year, new me?

Ich bin ein ganz großer Fan von Neuanfängen. Dieser Zauber, dass alles möglich ist. Sich neu erfinden zu können und dabei man selber bleiben. Neue Runde, neues Glück. Eine weiße Seite, die gefüllt werden möchte. Toll. Daher bin ich auch immer wieder mit guten Vorsätzen zum neuen Jahr am Start. Vor lauter Eifer kann ich mich oft gar nicht entscheiden, was ich alles neu oder besser machen möchte. Und schon ist die Liste ellenlang geworden. Das überfordert mich dann schnell und ich verliere im Alltagsgewusel aus den Augen, was mir wirklich wichtig ist. Am Ende bleibt dann das nagende Gefühl, wieder etwas nicht geschafft zu haben. Eine vielschichtige Mischung aus Vorfreude und Enttäuschung.

Dieses Jahr soll alles anders werden. Oh, the irony…

Ernsthaft. Ich habe für mich das Projekt “19 for 2019” entdeckt. Dabei geht es darum, sich für das Jahr 2019 19 Ziele zu stecken. Diese Ziele kommen aus den verschiedenen Bereichen des Lebens und können groß oder klein, leicht oder schwer zu erreichen sein, wenig Spaß machen (ich sag nur “Hautkrebsvorsorge”) oder ganz viel. Die Mischung macht’s.

Diese Liste zu schreiben war gar nicht so einfach. Ich habe vieles wieder gestrichen, manches doch wieder zurück auf die Liste gesetzt, Lücken gelassen, zu ambitioniert gewählt, mir quick wins gegönnt und mich am Ende etwas geärgert, dass ich das nicht ordentlich gemacht habe. Ordentlich im Sinne von: das Leben in Kategorien betrachten und dann aus den Kategorien eine einigermaßen gleiche Anzahl Ziele wählen. Und dann wiederum lache ich über diese Ernsthaftigkeit und freue mich über meine ungeordnete Liste. Einiges konnte ich sogar schon abhaken.

Und wie erreiche ich diese Ziele jetzt?

Im letzten Jahr habe ich “The four tendencies” von Gretchen Rubin gelesen. Da geht es um Persönlichkeitstypen und wie diese mit Anforderungen und Erwartungen (sowohl von außen als auch von innen) umgehen. Das hat mir die Augen geöffnet und ich habe verstanden, warum ich es in der Vergangenheit oft nicht geschafft habe, meine Ziele zu erreichen. Ich bin ein “obliger”, das heißt, ich arbeite pflichtbewusst ab, was man von außen an mich heranträgt, stelle mich selbst aber immer hinten an. Was ich brauche, um dranzubleiben heißt Kontrolle und Rechenschaft. Klingt auf deutsch etwas stelzig, Gretchen nennt es accountability.

Und so habe ich mir Verbündete gesucht. Meine langjährige Freundin und meine Schwester machen mit. Wir skypen alle zwei Wochen, gehen unsere Ziele durch, bitten um Mithilfe in Form von Erinnerungen, Brainstorming oder liebevollen Tritten in den Hintern. Parallel haben wir eine Chatgruppe, in der wir uns im Alltag kurz austauschen können. Das macht so viel Spaß und hat schon so viel bewegt. Morgen ist es wieder so weit. Ich werde stolz eine fast komplett abgehakte Liste meiner Wochenziele vorzeigen können. (Dieser Blogpost war übrigens eines der Ziele – hihi).

 

 

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